Allen Unkenrufen zum Trotz: Der Lenz iss doch da!

Manche haben nich mehr dran jegloobt. Ick habe manchmal ooch dran jezweifelt. Doch nun hatta sich, nach zaghaften Versuchen, doch endlich durchjesetzt. Die Rede iss vom Lenz. Nach Schnee, Eis und Kälte hatta och in Berlin Einzuch jehalten. Die Straßen sind weitestjehend von Split und anderen Winterreste, Dank der Damen und Herren in orange, befreit. Nu jeht die Blütenpracht, die Bilder aus Berlin-Wilmersdorf beweisen et, richtich ab. Dazu lauschije Temperaturen und Vojeljezwittscha. Die Unken und ihre nejativen Ausrufe hatten ma wieda unrecht. Ooch 2013 iss der Lenz da!

Lenz-2013

Advertisements

2 Kommentare

  1. Sonnenblume Grete

    „Kiek mal Kurt, det is Grete, meine Sonnenblume! Hab mir richtich in se verliebt. Isse nich schön?“
    „Isse! Meine Olle heeßt ooch Grete und ist schön wie ´n Kohlweißling. Det liecht daran, det se sich vor die Sonne vasteckt. Und denn hat se de Schnauze off ´n richtijen Fleck. Wenn man se nich sieht, hört man se und wenn man se nich hört und nich sieht, riecht man se ´ne Meile jejen ´n Wind – ihr Parfüm is ´ne Mischung aus Diesel und Zeckendod.“
    „Hast also bei deine Olle nüscht zu bekleistan – geht mir ooch so. Hier in mein Schreberjarten bin ick jedenfalls der Herr im Haus – da kann mir keena wat. Manchmal unterhalte ick mir mit Grete. Det Schöne is, det se mir nich widaspricht und noch dazu schön duften tut.“
    „Denn bau ick mir ooch Sonnenblumen an, Paule, denn hab ick wenichtens jemanden, der mir zuhört. Jedenfalls isset schön in dein Jarten – lauta Schönheiten um ein´ rum. Mal wat anderes: Deine Gretenblume is dir janz schön üwan Kopp jewachsen – is doch bestimmt schon drei Meta!“
    „Schtümmt! Ick schaue lieber an ´ne Blume hoch, als an so ´n Besen wie meine Olle. Leider is Grete bald futsche, da fängt se an zu welken und lässt ´n Kopp häng´. Ick weeß nich, wie ick det vakraften soll, wenn se nich mer is.“
    „Brauchst nich zu ween´ Paule – hast dir wenichstens ´n paar Wochen üwa wat jefreut. Ick hab mir dreißig Jahre üwa meine Olle jeärjat. Se is zwar schon verwelkt, awa noch nich futsche. Wenn se ´s plötzlich wäre, wüste ick gar nich, wie ick det vakraften sollte.“
    „Also haste dir an ´t Brot jewöhnt!“
    „So isset!“
    „Mir jeht’s jenauso!“

    Thomas Schmidt, Greudnitz

    1. Sehr schön, vielen Dank dafür!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: