Wort des Berlinerisch: Kien

Früher warn die Berlina uffn Kien (ooch Kievief/Kiewief) , wat soville bedeutet wie wachsam, uffmerksam oda „UFF DER HÖHE / UFF DER HUT“ sein. Wie so ville Worte im Berlinerisch stammt ooch dieset aus Frankreich. Et rührt von „QUI VIVE?“ her, welchet der Ausruf französischa Wachsoldaten war. Im Berliner Sprachjebrauch iss dit Wort seit der Besetzung durch die Truppen Napoleons um 1810 nachjewiesen
Einzeln wurde dit Wort nich jebraucht und kam in Redewendungen wie „UFF DEM KIEN SEIN“ vor. Durch een Lied der in den 1950er und 60er Jahre weltberühmten Schöneberger Sängerknaben wurde dit Wort eenem breiten Publikum ooch außahalb Berlins bekannt. Der Refrain des Liedes lautete, Zitat: „Berliner Jungens, die sind richtig. Berliner Jung’s sind auf dem Kien“. Somit war Kien uff dem „Karrierehöhepunkt“. Doch mit dem Ende der 1960er Jahre jing et denne bergab und „KIEN“ verschwand aus dem Berliner Sprachjebrauch. Vajessen iss dit Wort aba noch nich und die Berlina sind ja nach wie vor uff der Höhe.  Somit hat dit Wort ooch ne Chance, wieda zu neuen Leben aweckt zu werden!

KIEN och im Wortlexikon von:

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Kien_Kievief_Kiewief_Berlinerisch

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