Kreuzberch: Der Viktoriapark

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Der Viktoriapark liecht am südwestlichen Zipfel vom Bezirk Kreuzberch, kurz hinta den Jrenzen zu Schöneberch und Tempelhof. Der Park iss uff der höchsten natürlichen Ahebung von Berlin jelejen, dem KREUZBERCH. Der Berch iss 66m hoch und jeologjisch betrachtet nen Hüjel. Ursprünglich wurde er TEMPELHOFER BERG oda RUNDER WEINBERG jenannt. Er war eha kahl und sandich.
Die Jeschichte als Parkanlaje bejinnt am Jahr 19. Septemba 1818. Damals lechte der preußische Könich Friedrich Wilhelm III. (1770-1840, 1797-1840 König von Preußen) den Jrundstein für dit NATIONALDENKMAL FÜR DIE BEFREIUNGSKRIEGE. Selbijet wurde nach fast dreijährija Bauzeit am 30. März 1821 injeweiht. Baumeesta waren der berühmte preußische Architekt Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) und der wenija bekannte Johann Heinrich Strack (1805-1880). Dit im neugotischen Stil arichtete Denkmal iss 18,83m hoch und ainnert an die villen Schlachten und tausenden jefallenen Soldaten der Krieje jejen Napoleon.

Schon Karl Friedrich Schinkel wollte um dit neujebaute Denkmal eene Parkanlaje jestalten. Dit jeschah alladings erst lange nach seinem Tod. Zwischen 1888-1894 wurde unta dem damalijen Stadtjartendirektor Hermann Mächtig (1837-1909) der Park jestaltet. So entstand der weithin berühmte Wassafall der 1893 injeweiht wurde mit der anjrenzenden Anlaje aus Wejen, Bäumen und Schluchten. Der Wassafall iss dabei 24m hoch und pro Minute fließen 13.000 Lita Wassa hinunta, die schließlich im ebenfalls künstlich anjelechten Teich fließen. Ob der Wassafall nen natürlichet Vorbild hat iss umstritten. Häufich wird der Zackelfall in den polnischen Sudeten jenannt, wirklich belechbar iss dit aba nich.
Am Rand vom Teich steht die Bronzeskulptur „DER SELTENE FANG“ aus dem Jahre 1896 vom Berliner Bildhauer Ernst Herter (1846-1917). Een Fischa der ne Nixe in seenem Netz hat. Eben nen seltena Fang…
Nochmals aweitert wurde der Park unta Jartendirektor Albert Brodersen (1857-1930) zwischen 1913-1916. Im 2. Weltkriech wurde der Park denn schwer zastört. Wejen der hohen Laje sollte hier ooch eene Flakstellung jebaut werden, welche jedoch nie fertich wurde. Anfänge von Tunneln sind bis heute ahalten und führten in den 1980er Jahren zu zahlreichen Spekulationen üba riesije untairdische Labyrinthe, welche sich aba nich bestätichten. 1980 wurde der Viktoriapark als erste Berliner Jrünanlaje vollständich unta Denkmalschutz jestellt.
Interessant iss, des sich an der Ostseite des Parks, an der Methfesselstraße 10 nen Weinberch befindet und hier der KREUZ-NEROBERGER anjebaut wird. Uffn Kreuzberch wurde bereits zwischen dem 15. – 18. Jahrhundert Wein anjebaut. Die heutijen Rebstöcke jehen uff dit Jahr 1968 zurück. Jährlich werden hier bis zu 700 Flaschen jewonnen, welche vor allem zu offiziellen Anlässen ausjeschenkt werden.
Ebenfalls an der Methfesselstraße jelejen iss die ehemalije SCHULTHEISS-BRAUEREI. Die Brauerei, die in ihrem Ursprung uff dit Jahr 1857 zurück jeht, wurde von Schultheiss 1993 jeschlossen. Heute wird dit Jelände vor allem zum wohnen jenutzt. Die Brauereijebäude sind aba ahalten und stehen unta Denkmalschutz. Im Bild ne kleene Auswahl der Jebäude:

Berlin_Kreuzberg_Schultheiss_Brauerei

An der südwestlichen Seite befindet sich dit Willy-Kressmann-Stadion (bis 2010 Katzbachstadion). Eene für Kreuzberjer Verhältnisse jroße Sportstätte mit immahin 5.000 Plätzen. Bereits 1914 wurde dit Stadion aöffnet. Architekt war Georg Demmler (1873-1931). 2010 ahielt die Sportstätte den Namen vom ehemalijen Bezirksbürjermeesta Willy Kressmann (1907-1986, Bürjermeesta von 1949-1962). Im Stadion trächt der Kreuzberjer Fußballverein Türkiyemspor seine Heemspiele aus.
Bis 2008 fanden im Viktoriapark jährlich im Spätsomma die KREUZBERGER FESTLICHEN TAGE statt. Een Jahrmarkt der zu besten Zeiten fast den jesamten Park für 2 Wochen in Besitz nahm und sich bei der Bevölkerung jroßa Beliebtheit afreute. Ab den 1990er Jahren jing et damit aba bergab und inzwischen iss dit Volksfest janz injeschlafen.
Der Park selbst afreut sich nach wie vor jroßa Beliebtheit und iss imma ne „Reise wert“. Vom Denkmal hat man nen sehr scheenen Übablick üba Berlin. Neben den bereits awähnten Sehenswürdichkeiten jibt et noch een Tierjeheje, nen ausjedehnten Spielplatz, Liejewiesen und nen Bierjarten mit Namen GOLGATHA.

Der Viktoriapark iss leicht zu arreichen vom U-Bahnhof Mehringdamm mit 10 Minuten Fußweg!

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