Kreuzberch: Die Marheineke Markthalle und der Marheinekeplatz

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Die Marheineke Markthalle in Berlin-Kreuzberch jehört zu den letzten 4 Berliner Markthallen die in klassischer Form betrieben werden. Sie wurde am 15. März 1892 als Markthalle XI (die Nummerierung afolchte nach den damals 14 städtischen Hallen) aöffnet. Uffjrund des anjrenzenden Marheinekeplatz, wurde se schnell als Marheinekehalle bezeichnet.
Archtitekten waren der Stadtbaurat Hermann Blankenstein (1829-1910) und der Stadtbauinspektor August Lindemann (1842-1921). Die Halle hatte eene Vakoofsfläche von ca. 3.000 qm und et jab 278 Stände.
Von diesem ersten Bau iss alladings kaum wat ahalten jeblieben. Im 2. Weltkrieg wurde die Halle fast vollständich zastört. Lediglich der westliche Kopfbau, an der Zossener Straße jelejen, blieb ahalten. So kann man hier im Eenjangsbereich orijinal Bausubstanz der ursprünglichen Halle bewundern. Die Mauern und der Terrakottaschmuck, der Blumen, Obst und Meeresfrüchte zeicht, blieben ahalten:

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Ooch die Kellaräume blieben vom Krieg vaschont. In diesen richteten sich zunächst 22 Händler ein und nahmen den Betrieb wieda uff. 1952 beufftrachte man den Architekten Paul Friedrich Nieß mit dem Wiedauffbau der Halle. Der Jrundstein dazu wurde am 26. Februar 1956 jelecht. Diesa Hallenbau blieb bis 1998 nahezu unvaändert und wurde denn jründlich renoviert. Noch jravierenda fiel der Umbau 2007 aus und ließ vom „Innenleben“ der Halle lediglich die alte Uhr im Mittelbereich übrich. Ansonsten wurde se restlos entkernt und mit eena Fenstafront zur Bergmannstraße vasehn und die Stände wurden neu jeordnet.
Ooch dit Warensortiment hat sich mit dem Umbau vaändert. Fanden sich früha neben Lebensmittel zahlreiche andere Artikel wie z.B. Leder-, Elektro-, Haushalts- oder Schreibwaren, besteht et nunmehr vor allem aus Lebensmitteln. Diese sind dafür aba internationala und vielfach in Bioqualität.

Am anjrenzenden Marheinekeplatz stechen zwee Bauwerke hervor. Jleich neben der Halle, in der Bergmannstraße 28-29 steht een denkmaljeschützter ehemalijer Schulbau aus den Jahren 1884/85. Wie die Halle ebenfalls von Hermann Blankenstein arrichtet. Heute beherbergt der Bau die Global Music Academy, eene Schule zur Vamittlung multikulturella Musik.

Am Marheinekeplatz 1-2 steht die ebenfalls denkmalsjeschützte evanjelische Passionskirche. Diesa neuromanische Bausteinbau wurde 1905-1908 nach den Plänen des Baurates Theodor Astfalck (1852-1910) arrichtet. Trotz Zastörungen im 2. Weltkrieg blieb die Kirche insjesamt jut ahalten. Neben der üblichen Nutzung für Jottesdienste iss die Kirche heute ooch een beliebta Vaanstaltungsort für Musikkonzerte, Lesungen, Ausstellungen etc…

Schräch jejenüba der Kirche befindet sich dit alte Postamt, indem sich heute aba noch weitere Läden befinden. Kurz dahinta jeht et denn zum hinteren Teil der Bergmannstraße, an dem sich vier historische Friedhöfe mit zahlreichen bedeutsamen Jräbern bekannta Persönlichkeiten befinden.

Der Platz selba iss bejrünt, mit Kinderspielplatz und nen stilljelechten Brunnen. Am Wochenende findet hier nen Trödelmarkt statt.

Die Marheinekehalle und der Platz. Mitten in Kreuzberch, nähe U-Bahnhof Gneisenaustraße. Imma eene Reise wert!

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3 Kommentare

  1. Mir ist dieses Einkaufszentrum mit etwa 200 Händlern unter einen Dach schon seit 1989 gut bekannt.
    Es war Samstag, der 18. November 89, als ich mit meiner Familie während einer „Kreuzfahrt“ durch Berlin in Kreuzberg landete – genau an dieser Halle. Wir parkten in der Zossener Straße und besuchten dieses Einkaufszentrum. Wir versuchten unsere Begeisterung zu unterdrücken. Begeisterung worüber? Über das Warenangebot, die Freundlichkeit der Händler und über unseren Mut, uns von der DDR aus über den ehemaligen Grenzübergang Dreilinden bis nach Kreuzberg gewagt zu haben. Warum berichte ich darüber? Das Begrüßungsgeld wurde nach dem 9. November 89 ausgezahlt. Um es „nutzvoll“ einzusetzen, war jene Markthalle genau das Richtige. Auch in den Jahren danach blieb es dabei: Einkauf in Marheineke-Markthalle.
    Grund war natürlich auch mein ambulanter Job, ausgeführt zwischen Charlottenburg, Wilmersdorf und Kreuzberg …

  2. […] Marheineke-Halle (ehemalije Markthalle XI, ebenfalls in Kreuzberg) Ort: Marheinekeplatz/Bergmannstraße, 10961 […]

  3. […] alten Postzustellbezirk), zwischen Eisenbahnstraße 42/43 und Pücklerstraße 34 jelejen. Neben der Marheineke Markthalle (ebenfalls in Kreuzberch, im Teil SO 61), der Arminius-Markthalle in Moabit und der Markthalle […]

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