Berlinerisch: JWD

Die Redensart „jwd“ ooch „jottweedee“ jesprochen, jehört zu den Klassikern det Berliner Wortschatzes. Entstanden soll se so um 1900 seen. Letzthin steht dit Kürzel janz eenfach für „janz weit draußen“, also eenen Ort der schwer zu arreichen iss und wo zumeest nich allzu ville los iss. Da wo sich eben Fuchs und Hase „Jute Nacht“ sajen.
Manchmal wird die Wortherkunft mit den Kürzeln für die äußeren damalijen Berliner Postzustellbezirke aklärt, wie z.B. „SW“, welchet für Südwesten stand. Diese Kürzel bestanden zur selben Zeit, als „jwd“ im Sprachjebrauch ufftauchte. Ob et von den Berlinern wirklich daher abjeleitet wurde iss jedoch nich bewiesen.   

Heutzutaje hat sich „jwd“ üba die Jrenzen Berlins hinaus vabreitet. Häufich bezeichnen sich Örtlichkeiten die schwer zu arreichen sind selbstironisch als „jwd“. Oftmals wissen die Leute dabei nüscht mehr von der ursächlichen Bedeutung. Darum hier diese kleene „BERLINER DIALEKTKUNDE“!

Jwd_Berliner_Dialekt

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