Die Eisenbahnhalle in Kreuzberch

Die Eisenbahnhalle, offiziella Name Markthalle IX (nach der Nummerierung der alten Berliner Markthallen) liecht in Berlin-Kreuzberch im Teil SO 36 (umjangssprachliche Bezeichnung nach dem alten Postzustellbezirk), zwischen Eisenbahnstraße 42/43 und Pücklerstraße 34 jelejen. Neben der Marheineke Markthalle (ebenfalls in Kreuzberch, im Teil SO 61), der Arminius-Markthalle in Moabit und der Markthalle Berlin-Tegel, jehört sie zu den vier letzten, in traditionella Form betriebenen Hallen in Berlin. Neben der Arminius-Markthalle iss sie zudem die eenzije, die in historischa Bauform ahalten jeblieben iss. Deshalb steht dit Jebäude ooch unta Denkmalschutz.

Berlin_Markthalle IX_Kreuzberg_Eisenbahnhalle_Comic

Kleena Ausflug zurück in die Jeschichte:

Arichtet wurde die Markthalle nach den Plänen vom Stadtbaurat Hermann Blankenstein (1829-1910) und dem Architekten August Lindemann (1842-1921) und am 1. Oktoba 1891 aöffnet. Der rote Backsteinbau hatte eene Vakoofsfläche von 3296 qm und et jab rund 300 kleene Stände. Die waren zu Achta- oda Zwölfajruppen in Reihenform zusammenjefasst. In der Mitte jab et eenen jroßen Hauptjang, üba denen die Standbetreiba ihre Waren in die Halle bringen konnten. Jehandelt wurde mit allem, wat et uff eenen Markt so jibt. Also z.B. Backwaren, Fleesch, Fisch, Obst & Jemüse usw… Schließlich wurden die Markthallen in Berlin ja ooch als Ersatz für die Märkte unta freien Himmel arrichtet. Man ahoffte sich dadurch im uffstrebenden Berlin u.a. bessere hyjienische Bedingungen.
Im 2. Weltkrieg wurde die Eisenbahnhalle nur leicht zastört und konnte schon bald den Betrieb wieda uffnehmen und florierte schnell. Damit war denn zum Ende der 1970er Jahre schluss. Die kleenen Vakoofsstände nahmen imma mehr ab und und een Lebensmitteldiscounta, een Drojeriemarkt und nen Textilmarkt zojen in die Halle. 2005 war et denn mit den kleenen Ständen zunächst vorbei und nur die Jroßketten und zwee Imbisse vablieben in der Halle. Der Eijentüma, die Berliner Großmarkt GmbH, stellte dit Jebäude zum Vakoof. Een Jroßinvestor wollte die alte historische Halle abreißen und nen neuet Eenkoofszentrum arrichten.
Doch 2009 nahte denn die Rettung. Die „Projektgruppe Markthalle IX“ jründete sich und konnte mit dem Konzept, die alte Halle denkmaljerecht umzujestalten und mit neuen Ständen wiedazubeleben, sich jejen den Investor durchsetzen und am 1. Oktoba 2011 wurde se wieda aöffnet. Seither jeht et stetich berguff. Von den Einzelhandelsketten jibt et nur noch den Lebensmitteldiscounta in der Halle und et sind wieda einzelne kleene Standbetreiba aktiv und dreimal die Woche findet een Wochenmarkt statt. Außadem jibt et Spezialvaanstaltungen wie z.B. alle drei Monate den „Naschmarkt“. Da vakoofen denn handwerkliche Betriebe selbst herjestellte hochwertije Süßwaren. Im Keller der Halle hat sich eene Privatbrauerei anjesiedelt, die exclusivet Bier herstellt.

Iss also jede Menge los, in der Eisenbahnhalle in SO 36 – nüscht wie hin!

Markthalle IX_Eisenbahnhalle_Kreuzberg

 

 

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