Berlinerisch: Appelsine

Wer isst se nich jerne. Wohlschmeckend und vitaminreich iss die Orange bei jung und alt beliebt. Doch diesa Blog iss uff Berlinerisch und deshalb heeßt hier dit jute Stück Appelsine. Tatsächlich jab et früha im Sprachjebrauch in Deutschland für sie selbe Frucht eene deutlich Trennung. Während man in Süddeutschland (bzw. südlich der sog. „Speyerer Linie“) von der „ORANGE“ sprach, nannte man se in Nord- und Ostdeutschland „APPELSINE“ (hochdeutsch: Apfelsine). Eene Trennung im Sprachjebrauch, die bis ins 20. Jahrhundert bestand. Der Bejriff der Appelsine leitet sich übrijens von „chinesischer Apfel“ = „Sinaasappel“ (Apfel aus China) ab.
Die letzten Jahrzehnte bekam denn der Bejriff Orange ooch im Norden und Osten Deutschlands Obawassa. Liecht villeicht daran, dess Orange elejanta klingt und insbesondere für dit Marketing bessa jeeignet iss. Natürlich klingt z.B. Sauce à L’Orange feina wie ne Sosse de Appelsin.
Doch wat schert den echten Berliner dit. Die Elejanz der Sprache lassen wa den Franzosen. So bestelle ick uffn Markt weitahin:

„EEN PFUND APPELSINEN, BITTE“!

appelsine_berliner_dialekt

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