Berlinerisch: Sechsa

„SECHSA“ iss die leicht verwirrende Berliner Dialekt Bezeichnung für ausjerechnet een 5 Pfennich Stück. Heute sind dit natürlich 5 Cent, der Jebrauch vom Wort hat mit dem Währungswechsel alladings een bisken jelitten, iss aba nach wie vor jeläufich und jebräuchlich.

Wat wirr klingt, hat eenen nachvollziebaren Jrund. Die Bezeichnung entstand in Ableitung zum halben preußischen Silbajroschen und der war damals, da een Silbajroschen noch 12 Pfennich wert war, 6 Pfennich wert. Mit der Reichsjründung 1871 wurde denn mit der Mark eene einheitliche Währung im Deutschen Reich einjeführt. Die beruhte schließlich uff dem Dezimalsystem, womit een Jroschen 10 Pfennich wert war und et fortan een 5 Pfennich jab. Also een „halba“ Jroschen. Dafür behielt der Volksmund die Bezeichnung „SECHSA“, also den Wert vom ehemalijen halben Jroschen bei.

Wem noch mehr Jeld uff Berlinerisch interessiert, klickt mal uffs Bildchen:

Manchmal findet man noch Brücken im Raum Berlin, die umjangssprachlich „SECHSABRÜCKE“ jenannt werden. Dit sind denn Brücke, für die früha als Wejezoll 5 Pfennich, also een „SECHSA“ valangt wurden. Een Beispiel dafür iss im Stadtteil Tejel die offiziell „Tegeler Hafenbrücke“ jenannte Brücke üba die Einfahrt zum Tejela Hafen:

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ein Kommentar

  1. Gabriele Helbig · · Antwort

    Hach, det hatt ick jlatt verjessen, jut dessde mir det in Erinnerung jerufen hast. Imma wieder intressant deine Erklärungen!

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