Ville Dörfa sind Berlin: Dahlem-Dorf

Meen kleena Rundjang durch die ehemalijen Dörfa die dit heutije Berlin mit bejründeten, führt mir heute nach Dahlem-Dorf. Amtlich heeßt der Stadtteil, jelejen im Bezirk Steglitz-Zehlendorf, eijentlich nur Dahlem. Doch umjangssprachlich, ooch die dortije U-Bahnstadion trächt den Namen, befinde ick mir eben in Dahlem-Dorf.

Der Stadtteil, er jehört zu den wohlhabensten von janz Berlin, zahlreiche Villen zeujen davon, hat eene lange Jeschichte als Dorf. Jejründet wurde dit märkische Dörfchen Dahlem um 1220, die erste urkundliche Awähnung iss für 1275 als Dalm belecht. Damit iss der Ort also ähnlich alt wie die bereits beschriebenen Nachbardörfa Schmarjendorf und Wilmersdorf und war zunächst ebenso wie diese, een kleenet, unbedeutenet Dörfchen. Et jehörte wechselnd vaschiedenen adlijen Familien, so z.B. von Wilmerstorff.

Erst im Jahre 1901 bejann die Entwicklung zum Dahlem-Dorf wie wir et heute kennen, also als vornehma Villenort und Wissenschaftsstandort. In dem Jahr wurde dit Rittajut Domäne Dahlem, et besteht in Resten bis heute, uffjeteilt. Dit Gesetz dazu trat am 25. März 1901 in Kraft. Damit bejann in Dahlem der Uffbau eenes wissentschaftlichen „Deutschen Oxford“ und jede Menge Villen für vornehme Leute entstanden. Seither lebten und leben hier zahlreiche Prominente wie z.B. Schauspiela, Wirtschaftsmanaga oda Politika.

Dahlem-Dorf wurde am 1. Oktoba 1920 nach Berlin einjemeindet und kam als Orstteil zum neujejründeten Bezirk Zehlendorf der wiederum zum 1. Januar 2001 mit Steglitz fusionierte und seither den Bezirk Steglitz-Zehlendorf bildet.

Vom ehemalijen Dorfkern übrichjeblieben sind die evanjelische St.-Annen-Kirche (heutija Bau arrichtet um 1300). Die befindet sich unübasehbar an der Kreuzung Königin-Luise-Straße / Pacelliallee. Daran schließt sich der Kirchhof der Jemeinde an.

Een Stückchen weita, an der Königin-Luise-Straße 49 liecht denn die bereits awähnte Domäne Dahlem. Der Hauptbau, dit Herrenhaus, wurde 1560 arichtet und iss damit dit älteste vollständich ahaltene Wohnjebäude Berlins. Uff dem vabliebenen Jelände wird bis heute Landwirtschaft betrieben und die Domäne iss een jern besuchtet Freilichtmuseum.

Zu awähnen wäre noch der U-Bahnhof Dahlem-Dorf an der Königin-Luise-Straße 38. Der iss natürlich neueren Datums und stammt aus den Jahren 1912/13. Er iss alladings unvawechselbar im dörflichen Charakta, im Fackwerkstil arrichtet worden. Die Station jing am 12. Oktoba 1913 in Betrieb und jehört zu den scheenste U-Bahnhöfen Berlins.

Hinta dem Bahnhof schließen sich denn die weitläufigen Jebäude der 1948 jejründeten Freien Universität Berlin an.

Der heutije Stadtteil Dahlem iss noch viel jrößa, aba hier jehts ja um alte Dorfkerne und deshalb belasse ick et ma bei diesen kleenen Rundjang:

 

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3 Kommentare

  1. […] trajen bis heute Namen, die „dorf“ als Endung enthalten. Hier wären z.B. Namen wie DAHLEM-DORF, HELLERSDORF, MARIENDORF, REINICKENDORF, SCHMARGENDORF, WILMERSDORF oda ZEHLENDORF zu nennen. Hinzu […]

  2. […] nachdem ick letzten Monat in Dahlem-Dorf vorbei kiekte, jehts nu een Stückchen weita. Zehlendorf iss dit nächste Dörfchen welche Berlin […]

  3. […] bildeten. Bejonnen hatte ick zunächstin Wilmersdorf. Denn jing et üba Schmarjendorf  nach Dahlem-Dorf und Zehlendorf. Üba Alt-Lietzow fuhr ick denn nach Reinickendorf und klapperte die Orte im Norden […]

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