Ville Dörfa sind Berlin: Alt-Hermsdorf

Uff meenen Streifzuch durch die Dörfa, die eenst „Groß-Berlin“ bildeten, befinde ick mir nach wie vor in Reinickendorf. Nach Reinickendorf selbst und Wittenau bin ick jetz in Hermsdorf anjelangt. Der ehemalije Dorfkern befindet sich wenije hundert Meta entfernt vom jleichnamijen S-Bahnhof an der Straße Alt-Hermsdorf.

Der Ursprung vom Dorf liecht zum Ende vom 11. Jahrhundert. Damals entstand unweit vom Tejela Fließ und dem Hermsdorfa See, eene slawische Siedlung als halbkreisförmijet Sackgassendorf. Ab ca. 1230 zojen denn vastärkt deutsche Siedla zu und nahmen dit Dorf in Besitz. Die slawische Bevölkerung blieb hier jedoch ansässich. In diesa Zeit wurde vamutlich eene erste Kirche aus Holz arrichtet. Die iss heute nich mehr ahalten, doch fand man bei Jrabungen entsprechende Reste.
Erstmalich urkundlich awähnt wurde der Ort als Hermanstorp im Jahre 1349. Mehrfach wechselte dit Dorf seither den Besitza unta brandenburjischen Adelsfamilien. Aus dem Spätmittelalta sind für Hermsdorf insjeamt zwee Fachwerkkirchen bekannt. Diese wurden jedoch imma wieda abjebrochen und 1830 durch die bis heute dort stehende evanjelische Dorfkirche asetzt. Die ahaltene Putzkirche steht heute natürlich unta Denkmalschutz.
Üba die Jahrhundert blieb der Ort een kleentet durch die Landwirtschaft jeprägte Dörfchen. Erst mit der Industrialisierung wurde Hermsdorf in der Mark, so die damalije offizielle Bezeichnung, an die weite Welt anjeschlossen. 1877 afolgte der Anschluss an die Berliner Nordbahn. Die Industrie hielt ooch Einzug, so befand sich im heutijen Ortteil eene Celluloidwarenfabrik oda die Cement- und Tonwarenfabrik AG. Letztere stellte aus natürlichen Tonvorkommen, die et hier früha jab, entsprechende  Waren her. Diese finden sich u.a. im Berliner Roten Rathaus wieda. Doch insjesamt hielten sich Jroßbetriebe im Rahmen und so konnte Hermsdorf sich bis heute den dörflichen Charakta mit ville Jrünanlajen bewahren.

Im Dorfkern befindet sich neben der bereit awähnten Dorfkirche, noch einije Häusa und malerische Winkel, die dit frühere Leben aahnen lassen. In der ehemalijen Dorfschule, Alt-Hermsdorf 35 jelejen, 1889 im Berliner Backsteinstil arrichtet, befindet sich heute dit Heimatmuseum Reinickendorf.

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3 Kommentare

  1. […] die „dorf“ als Endung enthalten. Hier wären z.B. Namen wie DAHLEM-DORF, HELLERSDORF, HERMSDORF, MARIENDORF, REINICKENDORF, SCHMARGENDORF, WILMERSDORF oda ZEHLENDORF zu nennen. Hinzu kommen jede […]

  2. […] Landwirtschaft und jede Menge Tiere wie z.B. Hühna und Pferde. Ick rede vom Nachbardorf von Hermsdorf und Wittenau, die ick beim letzten Mal besuchte. LÜBARS iss eene vabliebene ländliche, märkische […]

  3. […] besuche ick nach Reinickendorf, Wittenau, Hermsdorf und Lübars wieda een Dorf, welchet bei der Jründung von „Groß-Berlin“ den Bezirch […]

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