Ville Dörfa sind Berlin: Alt-Tejel

Diesmal besuche ick nach Reinickendorf, Wittenau, Hermsdorf und Lübars wieda een Dorf, welchet bei der Jründung von „Groß-Berlin“ den Bezirch Berliner Bezirch Reinickendorf mitbejründete: TEJEL (Hochdeutsch TEGEL), iss weithin, ooch intanational, wejen seenes Flughafens bekannt. Die Berliner keenen natürlich ooch den Tejela See mit dem anjrenzenden Tejela Forst. Een beliebtet Ausflugszielgebiet welchet zum Wandern und Baden eenlädt.

Doch der heutije Ortsteil von Reinickendorf iss mehr. Er wurde als Dorf jejründet und existierte jahrhundertlang weit vor den Toren Berlins. Jejründet wurde Tejel vamutlich um 1250. Erstmals urkundlich awähnt wird dit Kirchdorf „Tygel“ aba erst im Jahre 1322. Der Ort entstand als platzartijet Sackjassendorf, welchet bis zum Tejela See reichte. Manchmal wird behauptet, der Ort wäre ursprünglich een slawischet Fischadorf jewesen. Dit würde den Namen „Tegel“ als Ableitung eenes slawischen Wortes für „Anhängsel“ aklären. Der Tejela See iss nämlich letzthin een Anhängsel der Havel, deren Ausläufa er iss. Bewiesen iss dit jedoch nich und ooch slawische Siedlungsspuren sind hier bis heute nich nachjewiesen worden.

Bleeben wa also bei dem , wat bewiesen iss. Zunächst jehörte dit Dorf eenem Bürja mit Namen Johann Wolf. Der vakoofte et 1361 dem Klosta Spandau. Von 1558-1872 jehörte Tejel zum Amt Spandau. Seit 1893 hatte der Ort eenen Bahnanschluss an die Kremmena Bahn, dem heutijen S-Bahnhof Tejel. 1920 kam der heutije Ortsteil denn wie soville andere zu „Groß-Berlin“ und wurde Bestandteil vom bis heute bestehenden Bezirk Reinickendorf. Für den Bezirk war sojar der Name von Tejel im Jespräch, doch fiel die Entscheidung letzthin uff Reinickendorf.

Der ehemalije Dorfkern befindet sich an der heutijen Straße „ALT-TEGEL“. Die zieht sich von der Berliner Straße bis zum Tejela See und iss jrößtenteils eene Geschäftsstraße mit Fußjängazone. Die Bebauung besteht hier in ersta Linie aus Wohn- und Jeschäftshäusern vom Ende
19. Jahrhundet bis Anfang 20. Jahrhundert. Zu äwähnen iss an Hausnumma 18 der Büdnerhof Müller. Der iss deutlich älta und stammt aus dem Jahre 1839, also aus Zeit wo Tejel noch nen Dorf war. Am Dorfanga steht denn die Dorfkirche. Die iss aba ooch neueren Datums uns stammt aus dem Jahre 1911-12 und asetzte damals die Dorfkirche aus dem Jahre 1756.

Bei Tejel sollte man natürlich ooch dit Schloss Tejel nich vajessen. Dit steht zwar nich im Dofkern sondern einije 100m weita an der Adelheidallee. Doch iss dit Schloss eng mit der Jeschichte vom Ort vaknüpft. Bauherr war eenst Wilhelm von Humboldt (1767 Potsdam-1835 Tegel). Deshalb wird et häufich ooch Humboldt-Schloss jenannt und wird bis heute von Nachfahren Humboldts bewohnt. Architekt war Karl-Friedrich Schinkel (1781 Neuruppin-1841 Berlin). 

 

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3 Kommentare

  1. […] nach Reinickendorf und klapperte die Orte im Norden Berlins, Wittenau, Alt-Hermsdorf, Lübars, und Alt-Tejel […]

  2. […] mit den uff berlintypisch bereits vorjestellten Dörfern Hermsdorf, Lübars, Reinickendorf, Tejel und Wittenau zu denen, die 1920 bei der Gründung von „Groß-Berlin„ zum Bezirk […]

  3. […] Namen alta Dörfa sind. Hier wären z.B. zu nennen HEILIGENSEE, LIETZOW, LÜBARS, PANKOW, RUDOW, TEGEL oda […]

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