Ville Dörfa sind Berlin: Alt-Heilijensee

Heute bin ick in Alt-Heilijensee. Heilijensee (Hochdeutsch Heiligensee) jehörte zusammen mit den uff berlintypisch bereits vorjestellten Dörfern Hermsdorf, Lübars, Reinickendorf, Tejel und Wittenau zu denen, die 1920 bei der Jründung von Groß-Berlin zum Bezirk Reinickendorf zusammenjefasst wurden.

Idyllisch liecht der Ort im Nordwesten von Reinickendorf am jleichnamijen See und der Havel. Außadem liejen die Baumberje, eene Binnendünenlandschaft aus der letzten Eiszeit, am Dorf. Der benachbarte Ortteil iss Tejel.

Die Siedlungsjeschichte der Jejend vom heutijen Heilijensee iss schon sehr alt. Erste Nachweise stammen aus der Zeit um ca. 2000 v. Chr., wo jermanische Semnonen hier lebten. Ab ca. 700 n. Chr. siedelten denn Slawen hier. Dit jetzije Dorf wurde um 1230 von deutsche Siedlan als Straßenangadorf jejründet. Erstmalich urkundlich awähnt  wurde der Ort 1308 als Hyelegense. Aus der Jeschichte sind ooch andere Schreibweisen wie Hilgense/Hilgensey oda Heyligense/Heyligensee bekannt. Als Eijentüma vom Dorf sind u.a. der Adlije Bertram von Pfuel, der den Ort 1544 koofte zu nennen. Späta jehörte Heilijensee denn zum Amt Spandau. 1920 wurde Heilijensee dem neuen Berliner Bezirk Reinickendorf zujeschlajen.

Der Dorfkern iss bis heute ahalten jeblieben und befindet sich an der „Alt-Heiligensee“ genannten Straße. Hier jibt et noch Koppsteinpflasta, alte Laternen und zahlreiche Wohnbauten aus dem 19. Jahrhundert, wie z.B. den Büdnerhof Hausnumma 17, der im Kern aus der Zeit vor 1843 stammt. Hier und dort findet man Fachwerk. Ooch die Dorfkirche hat sich bis heute ahalten. Sie jeht uff die Zeit vom Ende 15. Jahrhundert zurück. Heute hat hier die evanjelische Kirchenjemeinde Heilijensee ihren Sitz. Umjeben iss die Kirche vom alten Dorffriedhof mit ahaltenen alten Jrabsteinen.
Interessant iss dit alte Straßenbahndepot Hausnumma 73-75. Der Bau stammt aus den Jahren 1912/13. 1913 wurde nämlich die Straßenbahnlinie Heilijensee-Tejel aöffnet und bis 1920 hatte Heilijensee eene jemeendeeijene Straßenbahn die mit Jründung von „Groß-Berlin“ zur „BVG“ übajing. Die Halle alebte eene wechselvolle Jeschichte. Heute wird der Bahnschuppen für kulturelle Vaanstaltungen jenutzt und et bedindet sich een Restaurant im Haus.
In dem Zusammenhang iss ebenfalls die historische Straßenbahnstation am Dorfanga aus dem Jahre 1929 u.a. mit Wartehalle und Ladenjeschäft zu nennen. Die wartet da bis heute uff die nächste „Elektrische“ . So nannte man die Straßenbahn nämlich früha in Berlin.
Ebenfalls am Dorfanga jibt et die Dorfschmiede. Hier wird ooch heute noch handwerklich jeschmiedet.

Umjeben iss der Ort von viel Natur, wie den bereits awähnten Heilijensee mit Freibad oda den Baumberjen. Dort liecht der heutije, landeseijene Friedhof Heilijensee. Een Ehrenjrab hat hier die berühmte Malerin Hannah Höch (1889 Gotha-1978 Berlin). Hannah Höch lebte von 1939-1978 in Heilijensee.

Üba den heutijen Reinickendorfa Ortsteil HEILIJENSEE jäbe et noch jede Menge zu schreiben. Lasse ick heute aba mal, sonst wird der Beitrach hier zu lang. Da setz hier mal lieba zum kieken een paar Bildchen ein:

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ein Kommentar

  1. […] die ooch ohne diese Endung die historischen Namen alta Dörfa sind. Hier wären z.B. zu nennen HEILIGENSEE, LIETZOW, LÜBARS, PANKOW, RUDOW oda […]

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