Ville Dörfa sind Berlin: Pankow

Schon manch eenen vaschlug et nach Pankow. Da iss Bolle, den et zu Pfingsten ins damals noch selbständije Pankow vaschlug. Een andera wartet wohl heute noch uff den Sondazuch, der ihm in den nördlichen Berliner Bezirk bringen sollte.

Ick fuhr janz unspektakulär ANNO 2019 mit der U-Bahn zum Bahnhof Pankow. Doch nich der Bahnhof war meen Ziel, dit lag een paar 100m entfernt an der BREITE STRAßE. Hier befindet sich nämlich die Keimzelle det bis inkrafttreten vom „Groß-Berlin-Gesetz“ eijenständijen Pankow.

Wie üblich an diesa Stelle een Blick zurück in die Jeschichte:
Pankow wurde wohl um 1230 am Flüsschen Panke von deutschen Siedlern jejründet, der erste urkundliche Nachweis für Pankow stammt aus dem Jahre 1311. Damit iss denn ooch jleich die Herkunft vom Ortsnamen jeklärt. Die neuen Siedla übanamen nämlich den alten slawischen Namen für dit kleene Flüsschen und benannten mal eben dit neu jejründete Dorf danach. Pankow lag wie ville andere heutije Berliner Dörfa danach jahrhundertelang weit vor den Toren Berlins und man lebte von Landwirtschaft. Ab 1691 ließ sich Kurfürst Friedrich III. eenen Landsitz  in Pankow arrichten, dit Schloss Schönhausen, welchet sich bis heute wenije 100m vom Ortskern entfernt befindet. In der Jründazeit alebte Pankow denn eenen Uffschwung und die Eenwohnazahl stieg bis 1919 uff fasst 60.000 an. Interessant iss, dess der Ort trotzdem een Dorf blieb, welchet seit 1818 zum Landkreis Barnim jehörte. Stadtrechte wurden Pankow nämlich nie valiehen und so wurde et 1920 „Groß-Berlin“ zujeschlajen und bildete seither mit anderen Ortsteilen den Bezirk Pankow.

Der ehemalije Dorfanga iss bis heute an der bereits awähnten BREITE STRAßE akennbar. In der Mitte steht die evanjelische Dorfkirche aus dem 15. Jahrhundert. Die wurde jedoch 1857-1859 stark aweitert, weshalb se heute nich mehr als Dorfkirche anjesehen wird. Een weiteret altet Bauwerk iss dit Kavalierhaus, um 1770 jebaut, ooch Hildebrandsche Villa jenannt, an Hausnumma 45. Dit Haus jilt als eenet der ältesten Jebäude in Pankow und hat eenije Besitza jesehen. Von dem Schokoladen-fabrikanten Hildebrand rührt der Name her, der Familie jehörte dit Kavalierhaus von 1866-1939. Seit 1998 sitzt hier die Caritas.

Zudem jibt et an der BREITE STRAßE zahlreiche Häusa aus der Jründazeit und schließlich dit Rathaus Pankow mit markanta rota Klinka Fassade. Der ursprüngliche Bau stammt von 1901-1903 von Wilhelm Johow (1874 Minden-1960 Hameln) und wurde 1928-1929 zum heutijen Rathausbau aweitert. Jejenüba steht denn mit dem Rathaus-Center Pankow, eene Standard Shoppingmail, als Vertreta der zeitjenösssichen Architektur.

Die BREITE STRAßE iss insjesamt janz hübsch anzikieken und lädt zum vaweilen ein, ooch wenn se heutzutaje sehr vakehrsreich iss.

Natürlich hab ick wieda een paar Bildchen rausjesucht, damit jeda selbst ma kieken kann:

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3 Kommentare

  1. […] meene Rundjang durch Berlins alte Dorkerne befindet ick mir weitahin im Bezirk Pankow. Nachdem ick letzten Monat in Heinersdorf vorbeikiekte, vaschlug et mir diesmal weita nördlich. […]

  2. […] die historischen Namen alta Dörfa sind. Hier wären z.B. zu nennen HEILIGENSEE, LIETZOW, LÜBARS, PANKOW, ROSENTHAL, RUDOW, TEGEL oda […]

  3. […] ick im letzten Monat Pankow besuchte, vaschlug et mir diesmal ins ehemalije Nachbardorf Pankows, nach […]

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