Ville Dörfa sind Berlin: Niederschönhausen – Dorf mit Schloss

Bei meenen Rundjang durch Berlins ehemalije Dörfa bin ick nach wie vor in Pankow. Zwischen den bereits vorjestellten Dörfern Pankow und Rosenthal liecht een besonderet Dörfchen. Niederschönhausen hat eenen alten Dorfkern und een Schloss mit scheenen Schlosspark. Schönhausen jehört zu den orijinal ahaltenen Schlossbauten uff Berliner Stadtjebiet.

Jejründet wurde Niederschönhausen vamutlich um 1230 als Straßendorf. Die erste nachjewiesene urkundlich Awähnung datiert uff dit Jahr 1375. Schreibweisen waren damals „Nydderen Schonhusen“ oda „Schonenhusen inferior“. Wenije hundert Meta südlich vom Dorfkern ließ die damalije Eijentümerin vom Dorf, eene Jräfin namens zu Dohna-Schlobitten, 1664 een Herrenhaus arichten. Der Nacheijentüma Joachim Ernst von Grumbkow rieß dit Jebäude ab und abaute hier een Sommaschlösschen. Die Keimzelle vom heutijen Schloss Schönhausen. Denn 1691 koofte Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg dit Anwesen und aweiterte et ab 1704 zum richtijen Schloss. Lange Zeit blieb et im Eijentum der Hohenzollern, führte jedoch eha een Randdasein und vafiel teilweise. Im 2. Weltkrieg blieb dit Schloss unzastört und alebte in der neujejründeten DDR eene Blütezeit. Zunächst wurde et von 1949-1960 Amtssitz für den Präsidenten Wilhelm Pieck und von 1960-1964 Sitz vom Staatrates der DDR. Danach wurde dit Schloss Jästehaus der DDR und zahlreiche Staatsjäste wohnten hier, eena der letzen Jäste war im Herbst 1989 Michael Gorbatschow.
Im Juni 1990 fand im Schloss eene Vahandlunsrunde der „Zwei-Plus-Vier.Verhandlungen“ statt. Soviel zum Schloss:

Denn schließlich jeht et hier um den jesamten Ort Niederschönhausen. Der lag jahrthundertelang weit vor den Toren Berlin und ooch dit Nachbardorf Pankow war noch een Stückchen entfernt. Mit dem „Groß-Berlin-Gesetz“ kam dit Dorf denn zu Berlin und schloss sich mit Blankenburg, Buch, Pankow, Rosenthal und Wilhelmsruh zum 19. Bezirk zusammen.
Nach dem 2. Weltkrieg siedelten sich zahlreiche DDR-Politika in Niederschönhausen an und der bewachte Ort trug in der Bevökerung den Beinamen Städtchen. 1960 zojen die Politjrössen in die Waldstadt nach Wandlitz und der Ort kehrte zur Normalität zurück.

Der ehemalige Dorfkern von Niederschönhausen befindet sich an der heutijen, vakehrsreichen Dietzgenstraße. Hier jibt et einije Zeugnisse der Jeschichte. Allen voran die ehemalije Dorfkirche an Hausnumma 19/23, heute heeßt se Friedenskirche und die evanjelische Jemeinde Berlin-Niederschönhausen hat hier heute ihren Sitz. Die Baujeschichte der Kirche reicht bis um die Zeit 1250 zurück. Seither iss se alladings mehrfach umjebaut worden. Die heutije äußere Form jeht uff die Jahre 1869-1871 zurück.
An Hausnumma 51-53 steht dit sojenannte „Holländerhaus“ aus dem Jahre 1847. Een jut ahaltenet Jebäude, welchet im holländischen Stil arrichtet wurde. Jejenüba Hausnumma 42 steht dit „Brosehaus“ von 1764. Der heutije Bau iss jedoch nich orijinal ahalten, sondern iss eene Rekonstruktion aus den 1990er Jahren. Hausnumma 41 findet man dit Rathaus Niederschönhausen, jebaut 1908-1910, späta wurde et zum Jymnasium umjebaut.
Weita nörlich een bisken abjelejen, Dietzgenstraße 100, befindet sich der Straßenbahn-Betriebshof Niederschönhausen. Er stammt aus den Jahren 1900-1901 und iss bis heute zumindest teilweise in Betrieb.
Dit sind nur eenije ausjewählte historische Bauten aus der Dietzgenstraße. Et jibt hier weitere alte Bausubstanz wie z.B. Mietshäusa aus der Zeit um 1900 und ooch in die Umjebung jibt et allahand altet wie z.B. Vorstadtvillen.

Dit bereits beschriebene Schloss steht übrijens im südlichen Teil, wenije hundert Meta von der Friedenkirche entfernt.

Niederschönhausen iss een interessanta Stadtteil von Pankow mit teils bewegta Jeschichte!

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2 Kommentare

  1. […] die historischen Namen alta Dörfa sind. Hier wären z.B. zu nennen HEILIGENSEE, LIETZOW, LÜBARS, NIEDERSCHÖNHAUSEN, PANKOW, ROSENTHAL, RUDOW, TEGEL oda […]

  2. […] meenen Streifzuch durch die ehemalijen Dörfa von „Groß-Berlin“ den Pankowa Ortsteil Niederschönhausen. Dort steht een jeschichtsträchtijet, von Kriejen vaschont jebliebenet Schmuckstück, dit […]

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