Besonders exotisch: Fürst-Pückler-Eis

Dit Eis stach mir diese Woche besonders ins Ooje. Neben den villen alltäglichen „Trendeissorten“ wie Avocado-Eis, Eis mit Tomate-Mozzarella-Jeschmack oda Parmesan-Käse, die man jern in der schwarzen Waffel isst, entdeckte ick den „EXOTIKA“ in eena kleenen Eisdiele fernab vom „Berliner-Eis-Lifestyle“. Schokoladen-Vanille-Erdbeereis. Dreifach uffjeschichtet, in harmonischa Farbjebung, nannte et der Vakäufa „Fürst-Pückler-Eis. So schmeckte et denn ooch, schlichtwech „FÜRSTLICH“. Endlich ma een Eis, welchet die Jeschmacksnerven nich bis an die Toleranzjrenze belastete.

In Wirklichkeit iss Fürst-Pückler-Eis natürlich nüscht neuet und eene uralte Afindung. Aus Berlin stammt et alladings nich, ooch wenn dit Rezept vom „Mundkoch seiner Majestät des Königs von Preußen in Berlin“ Louis Ferdinand Jungius stammt. Der vaöffentlichte dit älteste bekannte Rezept für dit Sahneeis 1839 in eenem Kochbuch und benannte et nach dem Jrafen Hermann von Pückler-Muskau (1785 Schloss Muskau-1871 Schloss Branitz). Beim Jrafen in Muskau, welchet in der Obalausitz liecht, kochte Jungius in der Zeit von 1817-1819. Die Vamutung liecht also nahe, dess der Koch et bereits in diesa Zeit afunden hat. Villeicht war et ooch die Lieblinsspeise vom Jrafen und so hat et Jungius späta nach dem Jrafen benannt.

Wie dem ooch imma sei, et jeht doch nüscht üba nen echtet „Fürst-Pückler-Eis“. Da lass ick doch jerne den Berliner-Eis-Lifestyle“ links liejen! 

 

 

 

 

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