Berlinerisch und mehr: Der breet jekloppte Fleeschklops

Aus Hackfleesch jeformte runde und breet jedrückte Klopse sind im jesamten deutschsprachijen Raum sehr beliebt. Unzählije Rezepte bereichern die heimischen Küchen hierzulande und et jibt jede Menge Jeschichten und Lejenden . Ooch in Berlin jehört er uff den Teller und iss an den zahlreichen Imbissbuden mit Mostrich oda Curry und Ketchup zu haben.

Hier und heute soll et uff berlintypisch um die untaschiedlichen Dialektnamen vom Klops jehen. Allen voran natürlich uff Berlinerisch:

In Berlin und Brandenburch sowie anjrenzenden Jebieten heeßt et BULETTE, ooch BOULETTE jeschrieben. Die schreibweise BOULETTE deutet deutlich uff die Herkunft vom Wort hin. Et stammt nämlich aus dem französischen: BOULETTE= Küjelchen. Mitjebracht wurde dit Wort von Napoleons Truppen zwischen 1806-1813.

In Nord– und Westdeutschland bis nach Hessen und Rheinland-Pfalz wird der Klops FRIKADELLE jenannt. Hier iss die jenaue Wortherkunft nich janz jeklärt. Häufich wird eene italienische Herkunft vamutet von FRITTATELLA/FRITTADELLA, aba ooch eene Ableitung vom französischen FRICADELLE/FRICANDEAU.

In Teilen von Ostdeutschland, wie z.B. Sachsen-Anhalt oda Thüringen sacht man KLOPS, ooch in Varianten wie z.B. BRAT– und FLEISCHKLOPS oda KLOß / KLÖßCHEN. Die Bezeichnung KLOPS stammt vamutlich aus Ostpreußen, wo ja ooch die berühmten Königsberja Klopse herkommen.

In Franken, bis runda nach Baden-Württemberg und den schwäbischen Teil von Bayern iss denn der Name FLEISCHKÜCHLE vabreitet, wat also ähnlich wie Fleischkuchen klingt.

In Altbayern heeßt et denn FLEISCHPFLANZERL. Dit Wort leitet sich von sojenannten Fleischpfannzelte ab. Zelte waren früha flache Kuchen.

Dit iss nur eene Auswahl von den bekanntesten und vabreitesten Bezeichnungen für breetjedrückte Hackfleeschklopse. Et jibt noch jede Menge weitere Varianten wie z.B. BEEF-oda HACKSTEAK, die sind denn aba zumeeßt länglich jeformt. Der HAMBURGER soll natürlich ooch nich unawähnt bleeben. Wat die US-amerkanische Variante mit unserem Hamburch zu tun hat iss umstritten. Manchmal findet man den Hinweis uff deutsche Eenwanderer, die für jewöhnlich von Hamburg aus in die neue Welt uffbrachen. Dit iss jedoch umstritten und nich bewiesen.

Im deutschsprachijen Ausland findet man in der Schweiz FLEISCHTÄTSCHLI /HACHTÄTSCHLI / HACKPLÄTZLI, in Österreich FASCHIERTE LAIBCHEN / FLEISCHLABERL / FLEISCHLOABERL und in Südtirol FLEISCHKRAPFE / FLEISCHKRAPFERL.

Scherzhafte, oftmals unrühmliche Bezeichnungen jrassieren ooch im Lande, wie z.B. BREMSKLOTZ ODA KNASTPRALINE…!

DIT HIER IST EENE AUSWAHL DER JÄNGISTEN NAMEN FÜR DIE BELIEBTEN KLOPSE. EENE VOLLSTÄNDIJE UFFLISTUNG WÜRDE HIER DEN RAHMEN SPRENGEN UND MAN KÖNNTE DARÜBA EENE DOKTORARBEET VAFASSEN. JERNE KÖNNEN ABA WEITERE NAMEN HIER ALS KOMMENTAR HINTALASSEN WERDEN. DIT WÜRDE MIR SEHR FREUEN…!

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2 Kommentare

  1. […] janich jehen. Ähnlich wie ick dette schon für Pfannkuchen (link: hier) und Buletten (link: hier) tat. Mach ick die heute für den Puffa. Ick hab ma nachjedacht und nachjekiekt, wat et allet da so […]

  2. […] Letzthin hat dit Fleeschjericht aba ville Name in deutschsprachijen Landen. Aba darüba hatte ick hier schon mal in eenem früheren Beitrach berichtet. Den Link dazu jibt et hier: BERLINERISCH UND MEHR! […]

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