Jeschichtsträchtich – Schloss Schönhausen

Im letzen Jahr besuchte ick bei meenen Streifzuch durch die ehemalijen Dörfa von „Groß-Berlin“ den Pankowa Ortsteil Niederschönhausen. Dort steht een jeschichtsträchtijet, von Kriejen vaschont jebliebenet Schmuckstück, dit BAROCKSCHLOSS SCHÖNHAUSEN.

Die Anfänge reichen bis ins Jahr 1664. Da ließ die Jräfin Sophie Theodore zu Dohna-Schlobitten (1620-1678), ihr jehörte dit damals noch weit vor den Toren Berlins jelejene Rittajut Niederschönhausen, een Herrenhaus nebst Meierei arichten. Nach ihrem Tod koofte der brandenburjische Jeneralkriegskommissar Joachim Ernst von Grumbkow (1637-1690) dit Jut, ließ die zuvor jebauten Häusa abreißen und arrichtete nur een Stückchen weita 1685 een kleenet Sommaschlösschen. Die bis heute ahaltene Keimzelle vom Schloss. Architekt war der brandenburjische Baumeesta Johann Arnold Nering (1659-1695).
Im Jahre 1691 jing dit Anwesen in den Besitz der Hohenzollern üba, die hier bis 1918 Schlossherren bleiben sollten. Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg (1657-1713), der spätere König Friedrich I. in Preußen, awarb den Bau und bereitete hier im Jahre 1700 seene Ahebung zum Könich vor. 1704 ließ er dit Schloss von Johann Friedrich Eosander (1669-1728) ausbauen, ooch der Jarten wurde aweitert.
Seen Sohn, König Friedrich Wilhelm I. in Preußen (1688-1740) kümmert sich kaum um Schloss Schönhausen und erst unta Friedrich dem Großen (1712-1786) alebte die jesamte Anlaje eene neue Blüte. 1740 schenkte Friedrich seena Jattin Elisabeth Christine (1715-1797) Schönhausen als Sommaresidenz. Während der Zeit vawüsteten russische Truppen im siebenjärigen Krieg dit Schloss. Deshalb ließ et Elisabeth Christine vom Baumeesta Johann Boumann (1706-1776) in die bis heute bestehende Form ausbauen.
Nach dem Tod von Elisabeth Christine wurde Schloss Schönhausen von untaschiedlichen Mitjliedern der Familie Hohenzollern hin und wieda als Sommaresidenz jenutzt. Der Jarten wurde 1828/1829 von Peter Joseph Lenné (1789-1866) in eenen englischen Jarten umjestaltet.
Doch ab ca. 1850 ließ dit Interesse der Hohhenzollern an dem Anwesen nach und Schloss und Jarten vafielen. Der Bau wurde nur noch als Lajer für Möbel und Bilda jenutzt.
Die Revolutionsrejierung beschlagnamte 1918 Schönhausen und 1925 jing et in stattlichen Besitz üba. Zunächst vafiel dit Anwesen weita und wurde erst in den 1930er Jahren umfassend saniert und teils für Ausstellungen jenutzt. Ooch sojenannte, von den Nationalsozialisten beschlagnamte „entartete“ Kunst wurde hier jelajert und ausländischen Käufern anjeboten.
Bei den Kämpfen um Berlin 1945 wurde dit Schloss nur leicht beschädigt und wurde schon bald von der sowjetischen  Militärvawaltung beschlagnamt und als Offizierskasino sowie Schule jenutzt.

Zur Staatsjründung der DDR im Jahre 1949 übajaben die Sowjets Schönhausen an die Staatsrejierung und der erste Präsident der DDR Wilhelm Pieck (1876-1960) hatte hier seenen Amtssitz und empfing Staatsjäste wie z.B. Nikita Chruschtschow. Bauliche Vaänderungen an der Anlaje fanden unta Leitung von Reinhold Lingner (1902-1968) statt. Als Wilhelm Pieck vastarb, schaffte die DDR dit Präsidentenamt ab und zunächst hatte hier der Staatsrat der DDR, der sich  1960 im Festsaal konstituierte, bis 1964 seenen Sitz.
Danach wurde SCHLOSS NIEDERSCHÖNHAUSEN, so der offizielle Name in der DDR, Jästehaus der DDR-Rejierung. Hier wohnten u.a. Leonid Breschnew, Fidel Castro oda Indira Gandhi. Zu den letzten Jästen der DDR jehörte 1989 Michail Gorbatschow.
In der Endphase der DDR tagte im Casino vom Schloss 1989/90 der Runde Tisch und 1990 fand hier eene Runde der „Zwei-plus-Vier-Verhandlungen“ statt. 1991 wohnte im Schloss mit Königin Beatrix der Niederlande nochmals een Staatsjast. In den 1990er Jahren wurde die jesamte Anlaje für untaschiedliche Zwecke jenutzt. Nötije Sanierungsarbeeten fanden erst statt, als dit Land Berlin als damalija Eigentüma 2005 den Bau an die Stiftung „Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg“ übajab. Im Jahre 2009 wurde dit sanierte Schloss neu aöffnet und wird seitdem für untaschiedlichen Ausstellungen, Konzerte und andere jesellschaftliche Aktivitäten jenutzt.

Aba ooch als Ausflugsziel zu jeda Jahreszeit eijnet sich die jesamte Schlossanlaje mit dem ausjedehnten Jarten und den Nebenjebäuden!       

 

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