Ville Dörfa sind Berlin: Französisch Buchholz

Nu hab ick et in diesem turbulenten, vom Lockdown jeprägten Jahr doch noch jeschafft. Ick setze meene Serie üba die alten Dorfkern, die eenst Berlin bildeten, fort. Letztmalich trieb ick mir ja in Pankow rum und besuchte dit Örtchen Buch.

Janz in die Nähe liecht een Dorf mit klingende Namen: Französisch Buchholz, jejründet um 1230, erstmalich urkundlich awähnt im Jahre 1242 als Buchholz. Die ersten Jahrhunderte waren von mehreren Besitzawechsel alta märkischa Adelijenfamilien jeprägt. Entscheidend für die Jeschichte vom Dorf wat dit Jahr 1687. Da ließen sich in dem vom 30-jährigen Krieg entvölkerten Ort ville französische Jlaubensflüchtlinge, die Hujenotten nieda. Se bauten fortan Obst und Jemüse an. Wie andernorts ooch, brachten se ooch nach Buchholz ville bis dahin in Preußen unbekannte Sorten wie Sparjel oda Artischocken mit. Ab 1750 wurde dit Dorf umjangssprachlich von den Berlinern daher als Französisch Buchholz bezeichnet. 1817 nahm die Jemeinde diesen Namen offiziell an, 1913 im Vorfeld vom 1. Weltkrieg entfiel der erste Teil wieda und man nannte sich nun nur Buchholz.
1920 kam dit Dorf durch dit „Groß-Berlin-Gesetz“ zu Berlin und wurde in den Bezirk Pankow eenjejliedert, wo et sich bis heute befindet. In den 1990er Jahren besann man sich det langjährijen Namen und die Bezirksverordnetenversammlung von Berlin-Pankow stimmte für die Rüchbenennung. Zum 30. Mai 1999 wurde der heutije Ortsteil nach 86 Jahren wieda zu Französisch Buchholz.
Der Ortskern iss leida nich so jut ahalten wie der z.B. von Lübars. Dennoch jibt et ooch hier eenije Zeugnisse aus die Jeschichte. Allen voran die an die Hauptstraße 58A jelejene Dorfkirche. Der ursprüngliche Bau wurde um 1250 arrichtet. Seither jab et aba mehrere Umbauten. Der jrößte Aweiterungs- und Umbau stammt aus dem Jahre 1852.
Uff dem Pfarrer-Hurtienne-Platz, de rbefindet sich vor die Kirche, befindet sich een steinernen Denkmal für die Hujenotten in Berlin und daneben die Jedenktafel für die bereits awähnte Rückbenennung vom Ortteil in Französisch Buchholz im Jahre 1999.

Drumherum stehen jede Menge denkmaljeschützte Wohn- und Kossätenhöfe, hier wäre z.B die sehr scheene alte Fachwerkscheune aus die Zeit um 1750 zu nennen. Ebenfalls ahalten iss dit alte Schulhaus an Hauptstraße 58 von 1857-1858.

Relativ jut iss Französisch Buchholz per Straßenbahnlinie 50 ab Bahnhof Pankow zu arreichen!

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ein Kommentar

  1. […] diese Endung die historischen Namen alta Dörfa sind. Hier wären z.B. zu nennen BLANKENBURG, BUCH, FRANZÖSISCH BUCHHOLZ, HEILIGENSEE, KAROW, LIETZOW, LÜBARS, NIEDERSCHÖNHAUSEN, PANKOW, ROSENTHAL, RUDOW, TEGEL oda […]

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