Ville Dörfa sind Berlin: Weißensee am Weißen See

Nu iss et endlich soweit und ick setze uff berlintypisch nu meenen Rundjang durch Berlins Dörfa fort. Zuletzt war ick ja in Pankow. Da bin ick Vawaltungstechnisch imma noch, denn ick berichte heute üba Weißensee, und dit jehört seit der jroßen Bezirksreform zum 1. Januar 2001 als Ortsteil zu Pankow. Doch für so een ollen Berliner wie mir iss Weißensee eben imma noch nen Bezirk.

Een kleena Blick zurück in die Jeschichte:

Weißensee wurde nahe vom Weißen See als Straßendorf um 1230 an die Fernhandelsstraße von Berlin nach Oderberg jejründet. Die erste urkundlich Awähnung jeht uff dit Jahr 1242 zurück, et liecht nahe, des der See dem Ort den Namen jab. Die Eenwohna lebten zunächst vom Fischfang aus dem nahejelejenen See und Landwirtschaft. Im jesamten Mittelalta wechselte dit Dorf oftmals den Besitza bzw. Pächta. Im 30-jährijen Krieg litt Weißensee schwer und wurde mehrfach besetzt. Zum Ende vom Krieg lebten jrad mal noch drei Familien im Ort und et dauerte Jahrzehnte, bis sich die Eenwohnazahl wieda aholt hatte. Weißensee blieb danach noch lange een Dorf bei Berlin und erst mit die Jründazeit wuchs der Ort und arreichte um 1900 rund 30000 Seelen.
Man strebte ooch dit Stadtrecht an, welchet jedoch vawehrt blieb. 1920 kam Weißensee mit eenijen umliejenden Jemeenden zum 18. Bezirk nach „Groß-Berlin“ und blieb bis 2000 een eigenständija Bezirk. Zum 1. Januar 2001 wurde Weißensee zusammen mit Prenzlauer Berg und Pankow vaeinigt. Als Bezirksname wurde Pankow festjelecht, Weißensee iss seither een Berliner Ortsteil.

Vom alten Ortskern, der sich an der Berliner Allee befindet, iss leida nich viel ahalten jeblieben. Aus „urdörflichen Zeiten“ eijentlich nur die alte Dorfkirche (Haus-Nr. 180-184) die im Kern aus dem 14. Jahrhundert stammt. Seither afolgte jedoch zahlreiche Vaänderungen. Neben der Kirche blieb dit Mausoleum für den Jutsbesitza Pistorius (um 1858) und uff dem Kirchejelände dit Pfarrhaus (um 1900) bestehen.
Schräch jejenüba Haus-Nr. 185 steht dit Brecht-Haus, eene Villa indem zwischen 1949-1953 Bertolt Brecht und Helene Weigel wohnten. Momentan iss dit Haus in eenem schlechten Zustand und wartet uff bessere Zeiten.
Außadem jibt et im ehemals dörflichen Bereich noch eenije Wohnhäusa aus der Jründazeit. Im weiteren Umfeld vom Dorf befindet sich eenije interessante Bauten. So dit Askania Haus (Haus-Nr. 252-260) jebaut 1940-1941 von Richard Schubert, ehemals Sitz der Askania Werke. Heute wird der Bau vom Bezirksamt jenutzt. In andere Richtung der Berliner Allee sind die ahaltenen Jebäude von die Sternecker-Brauerei (Haus-Nr. 123, um 1885-1900), die Flora-Apotheke (Haus-Nr. 109, Bürjahaus von 1874-75) und der ehemalije Karstadt-Bau (Haus-Nr. 100), wo 1956 der erste Selbsbedienungslagen Ostberlins aöffnete.

Schließlich sollte man den neben dem alten Ortskern jelejenen Weißen See mit dem Milchhäuschen (Jastronomie) und dem Strandbad besuchen. Der See iss vom jleichnamijen Park umjeben und een Paradies für Spazierjänga.

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