Berlinerisch – Stadt des Friedens

Heute stelle ick mal meene Lieblingshaus in Berlin vor. Et iss jewiß nich dit scheenste Haus und ooch nich dit älteste. Letzthin iss et een eenfacha Plattenbau aus Zeiten, wie wo et noch zwee deutsche Staaten jab.

Stehen tut dit Jebäude am Spreeufa, direkt am Eenjang zum touristischen Nikolaiviertel. Wat dit ansonsten unufffällije Haus so interessant macht, iss die Friedenstaube und der Schriftzuch der dit Täubchen eenrahmt: „BERLIN – STADT DER FRIEDENS“.
Zujejeben, janz unvorbelastet iss die so ausjeschmückte Fassade nich. Stammt se doch aus Ostberliner Zeiten. Valiehen wurde der Titel der damalijen Stadt vom Weltfriedensrat. Der war von kommunistischen Politkern beherrscht und tagte 1979 in der Stadt. Der damalije Vorsitzende, der Inda Romesh Chandra (1919-2016) übajab seenazeit den Titel. Eenije Jahre späta wurde der Schriftzuch mit dem Relief hier an die Fassade anjebracht. Der Ostberliner Bildhaua Gerhard Thieme (1928-2018) schuf die Taube in Anlehnung an eenen historischen Picasso-Entwurf.
Nach der deutschen Eenheit konnte man sich nich dazu entschließen den Titel für dit gesamte Berlin zu übanehmen.

Mag seen, dess der Ursprung vom Titel aus nich eenfachen Zeiten stammt. Dennoch iss er een scheena Titel, der jrad in die heutije Zeit passt und wie een Appell wirkt.

MÖJE VON BERLIN IMMA FRIEDEN AUSJEHEN!

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